27 April 2026, 08:32

Bundeswehr-Container für 291.000 Euro pro Stück: Abgeordnete stoppen skandalösen Deal

Schwarz-weißes Dokument mit der Überschrift "Vast German War Material Surrendered to Allies" und detaillierten Abbildungen von übergebenen deutschen Kriegsfahrzeugen, Schiffen und Ausrüstung.

Bundeswehr-Container für 291.000 Euro pro Stück: Abgeordnete stoppen skandalösen Deal

Deutsche Abgeordnete haben ein Rüstungsbeschaffungsvorhaben vorerst gestoppt, nachdem die Kosten stark angestiegen sind. Bei dem Projekt geht es um den Kauf von 902 Dieselkraftstoff-Tankcontainern für die Bundeswehr. Kritiker bezeichnen den Preisanstieg als überzogen.

Das Verteidigungsministerium hatte ursprünglich geplant, die Container im Rahmen eines Rahmenvertrags mit einem Volumen von bis zu 902 Millionen Euro zu beschaffen. Dieser Vertrag könnte sich letztlich auf bis zu 4.200 Einheiten erstrecken. Doch laut der jüngsten Vertragsanpassung belaufen sich die Kosten für nur 902 Container auf 262,67 Millionen Euro – das entspricht fast 291.000 Euro pro Stück.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Noch 2021 hatte die Bundeswehr 153 ähnliche Container für 21,8 Millionen Euro erworben, was einem Durchschnittspreis von etwa 142.000 Euro pro Einheit entsprach. Der neue Stückpreis bedeutet eine erhebliche Steigerung. Ein Mitglied des Haushaltsausschusses nannte den Anstieg "skandalös", gab jedoch keine weiteren Details bekannt.

Die Container sind für die Litauen-Brigade und die allgemeine Truppenlogistik bestimmt, die Lieferungen sollen bis 2029 erfolgen. Der Haushaltsexperte der CDU, Andreas Mattfeldt, warnte, dass das Projekt ohne Gegenmaßnahmen in den kommenden Jahren in finanzielle Schwierigkeiten geraten könnte. Das Verteidigungsministerium weigerte sich unterdessen, Stellung zu den Beschaffungsdetails zu nehmen.

Die Entscheidung des Haushaltsausschusses setzt die Beschaffung vorerst aus. Die Abgeordneten prüfen nun den Vertrag, um die Kostenprobleme zu klären. Das Ergebnis wird zeigen, ob die Container unter den aktuellen Bedingungen beschafft werden oder neu verhandelt werden müssen.

Quelle