Immer weniger Minijobber schaffen den Sprung in feste Anstellungen
Christina SorgatzImmer weniger Minijobber schaffen den Sprung in feste Anstellungen
Immer weniger Minijobber schaffen den Übergang in eine reguläre Beschäftigung – das zeigen aktuelle Zahlen. Während 2017 noch über 100.000 diesen Schritt vollzogen, ging die Zahl bis 2022 deutlich zurück. Politiker und Behördenvertreter diskutieren nun über die Gründe für diesen Rückgang.
2017 wechselten 102.084 Minijobber in sozialversicherungspflichtige Stellen. Bei den Beziehern von ergänzenden Sozialleistungen fanden 27,1 Prozent in diesem Jahr eine reguläre Anstellung. Auch der Wechsel in Vollzeitstellen verlief damals noch positiv: Hier wurden 33.953 Fälle verzeichnet.
Bis September 2022 hatte sich der Trend jedoch deutlich abgeschwächt. Nur noch 50.831 Minijobber gelang der Übergang – hochgerechnet auf das gesamte Jahr wären es etwa 67.775. Der Anteil der Sozialleistungsempfänger, die eine reguläre Arbeit fanden, sank auf 18,6 Prozent. Die Übergänge in Vollzeitstellen halbierten sich fast und lagen bei 16.315 Fällen – für das gesamte Jahr werden etwa 21.753 prognostiziert.
Die Bundesagentur für Arbeit nannte schwache Arbeitsmarktbedingungen als Hauptgrund. Hülya Düber, CSU-Abgeordnete im Bundestag, kritisierte, dass das System zu wenig Anreize biete, um den Wechsel zu fördern. Jan Feser von der AfD warf der Behörde hingegen vor, die Arbeitslosigkeit nicht wirksam genug zu bekämpfen.
Der Rückgang der Übergänge von Minijobs in reguläre Beschäftigung spiegelt die größeren Herausforderungen auf dem Arbeitsmarkt wider. Angesichts der sinkenden Zahlen werden die Forderungen nach politischen Reformen lauter. Behörden und Politiker ringen weiterhin um die besten Lösungsansätze.






