16 March 2026, 10:41

Kölner Dom vor Eintrittsgeld – Ex-Dombaumeisterin warnt vor fatalen Folgen

Der Eingang zum Kölner Dom in Köln, Deutschland, mit detaillierten Schnitzereien, Skulpturen und einer großen Tür unten.

Ehemaliger Dom-Architekt kritisiert geplantes Eintrittsgeld für Kölner Dom - Kölner Dom vor Eintrittsgeld – Ex-Dombaumeisterin warnt vor fatalen Folgen

Kölner Dom könnte bald Eintrittsgelder erheben – scharfe Kritik der früheren Dombaumeisterin

Der Kölner Dom könnte Besuchern schon bald eine Eintrittsgebühr berechnen – ein Vorhaben, das auf scharfe Kritik der ehemaligen Dombaumeisterin stößt. Barbara Schock-Werner, die einst die Restaurierung des Wahrzeichens leitete, nannte den Plan "sehr problematisch". Die für die zweite Jahreshälfte vorgesehene Maßnahme spaltet bereits jetzt die öffentliche Meinung und wirft Fragen zum Zugang zu dem historischen Bauwerk auf.

Schock-Werner betonte, der Dom sei ein "missionarisches Angebot der Kirche" und zugleich eine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Deutschlands mit jährlich sechs Millionen Gästen. Sie warnte, dass Eintrittsgelder den Zugang auf zahlungskräftige Besucher beschränken und den Charakter der Stätte grundlegend verändern könnten. Zwar räumte sie den Bedarf nach zusätzlichen Einnahmen ein, doch eine Eintrittspflicht könnte ihrer Ansicht nach Besucher abschrecken und die Rolle des Doms als öffentlicher Raum schwächen.

Eine aktuelle Umfrage von EXPRESS.de zeigte eine gespaltene Haltung: 52 Prozent der Befragten lehnten jede Gebühr ab, während 48 Prozent sie – abhängig von der Höhe – akzeptieren würden. In sozialen Medien reichten die Reaktionen von Empörung, wobei Nutzer den Schritt mit den 10 Euro Eintritt beim Berliner Dom verglichen, bis hin zu Zustimmung ("längst überfällig"). Ein Architekt kritisierte Preise über 10 Euro als unverantwortlich und warnte vor einer Einschränkung des Zugangs für viele. Als Alternativen wurden Vorschläge wie kostenloser Eintritt am ersten Donnerstag im Monat für Einheimische oder Gebührenbefreiung für in Köln Geborene diskutiert. Bisher liegen jedoch keine offiziellen Initiativen von Politikern oder Bürgergruppen vor.

Die Debatte über die Eintrittsgelder hält an, während die Verantwortlichen die Umsetzung für später in diesem Jahr vorbereiten. Sollte der Plan genehmigt werden, könnte dies das Erlebnis des Doms für Millionen Besucher jährlich prägen. Noch ist die Diskussion offen – eine endgültige Entscheidung zu Preisen oder Ausnahmen steht aus.

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