Niedersachsens Wirtschaft 2024: Rückgang trotz Dienstleistungsboom und 746 Mrd. Euro Umsatz
Christina SorgatzNiedersachsens Wirtschaft 2024: Rückgang trotz Dienstleistungsboom und 746 Mrd. Euro Umsatz
Niedersachsens Wirtschaft durchlebte 2024 ein schwieriges Jahr – die Gesamteinnahmen sanken um 1,8 %. Hauptverantwortlich für den Rückgang waren die Krisen in der Energiebranche und im verarbeitenden Gewerbe, obwohl einige dienstleistungsorientierte Sektoren Zuwächse verzeichneten. Der Gesamtumsatz der umsatzsteuerpflichtigen Unternehmen in der Region belief sich auf rund 746 Milliarden Euro, doch zentrale Branchen mussten deutliche Einbußen hinnehmen.
Am stärksten betroffen war der Energiesektor: Die Anbieter verzeichneten hier einen Umsatzrückgang von 17 %. Auch die Industrie litt schwer – ihr Umsatz schrumpfte um 5,5 %. Besonders hart traf es den Maschinenbau, die Metallherstellung und -verarbeitung.
Nicht alle Branchen entwickelten sich jedoch negativ. Finanz- und Versicherungsdienstleistungen sowie wissenschaftliche, technische und unternehmensnahe Dienstleistungen legten kräftig zu. Doch diese Gewinne konnten die Verluste in Produktion und Handel nicht ausgleichen.
Die Zahl der Unternehmen in Niedersachsen stieg 2024 zwar leicht um 0,6 % auf 276.260 – ein bescheidener Anstieg, der die allgemeine Wirtschaftsschwäche jedoch kaum abmildern konnte.
Der Umsatzrückgang von 1,8 % unterstreicht die ungleiche Entwicklung der niedersächsischen Wirtschaft im vergangenen Jahr. Zwar expandierten die Dienstleistungsbranchen, doch die drastischen Einbrüche in Energie und Industrie belasteten die Gesamtbilanz erheblich. Mit einem Gesamtumsatz von 746 Milliarden Euro blieb die Region zwar wirtschaftlich bedeutend, doch die Verluste in den Schlüsselsektoren prägten ein schwieriges Jahr.






