Streit um Hunde im Martin-Luther-King-Park: Mainz sucht nach Lösungen für Tierhalter
Stefan TrubinStreit um Hunde im Martin-Luther-King-Park: Mainz sucht nach Lösungen für Tierhalter
Martin-Luther-King-Park in Mainz wird zum Zankapfel um hundefreundliche Flächen
Der Martin-Luther-King-Park in Mainz steht im Mittelpunkt einer Debatte über hundefreundliche Freiflächen. Zwar hatte der Stadtrat im Mai 2024 Umgestaltungspläne für das Gelände beschlossen, doch die Spannungen um dessen Nutzung bleiben bestehen. Im Juli 2025 versammelten sich Anwohner mit ihren Hunden, um bessere Infrastruktur für Tierhalter zu fordern.
Der Park dient als wichtige Fußgänger- und Radverbindung zwischen Hartenberg-Münchfeld und der Innenstadt. Zu den Einrichtungen zählen Bänke, ein Tischtennistisch, ein Boule-Platz, ein Fußballfeld und ein Basketballkorb. Trotz dieser Angebote wird die Fläche stark von Hundehaltern genutzt, von denen einige ihre Tiere ohne Leine laufen lassen.
Schilder im Park weisen darauf hin, dass hier Leinenpflicht herrscht, da es sich um eine "öffentliche Grünanlage" handelt. Stadtrat Steinkrüger betonte, die Stadt lehne es ab, solche Flächen in ausgewiesene Hundeauslaufzonen umzuwandeln. Mainz leidet ohnehin unter einem Mangel an Erholungsflächen, was die Ausweisung großer Areale für diesen Zweck erschwert.
Die Stadt nimmt jährlich rund 2 bis 3 Millionen Euro durch die Hundesteuer ein – die mit 186 Euro für den ersten Hund im Jahr 2022 höchste in Deutschland. Unklar bleibt jedoch, wie genau diese Mittel für Hundeinfrastruktur verwendet werden. Nach den Protesten im Juli wies der Rat die Verwaltung an, mögliche Standorte für eingezäunte Hundewiesen zu prüfen.
Die Demonstrationen haben die Stadt dazu gebracht, nach neuen Lösungen für Hundehalter zu suchen. Nun sollen verfügbare Grundstücke auf ihre Eignung für eingezäunte Bereiche geprüft werden. Derweil bleibt der Martin-Luther-King-Park ein vielgenutzter Treffpunkt für Anwohner und ihre vierbeinigen Begleiter.






