USA ziehen 5.000 Soldaten aus Deutschland ab – Spannungen um Iran-Politik eskalieren
Christina SorgatzUSA ziehen 5.000 Soldaten aus Deutschland ab – Spannungen um Iran-Politik eskalieren
Die USA haben Pläne bekannt gegeben, innerhalb des nächsten Jahres 5.000 Soldaten aus Deutschland abzuziehen. Damit verringert sich die Zahl der amerikanischen Militärangehörigen im Land von 38.000 auf 33.000. Die Entscheidung fällt vor dem Hintergrund wachsender Spannungen zwischen Washington und Berlin in der Iran-Politik.
Der Abzug wurde bestätigt, während sich Bundeskanzler Friedrich Merz kritisch zur Haltung der USA im Iran-Konflikt äußerte. US-Präsident Donald Trump warf Merz daraufhin vor, dem Iran potenziell den Weg zur Entwicklung von Atomwaffen zu ebnen. Gleichzeitig forderte er den Kanzler auf, sich stattdessen auf die Lösung des Russland-Ukraine-Konflikts zu konzentrieren.
NATO-Vertreter arbeiten derzeit mit den USA zusammen, um die Details des Truppenabzugs final zu regeln. Von der Reduzierung betroffen sind nicht die Hauptquartiere des US-European Command und des US-Africa Command, die beide in Deutschland verbleiben. Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius erklärte, der Abzug sei bereits erwartet worden.
Unterdessen baut Deutschland seine eigene Armee, die Bundeswehr, von 185.000 auf 260.000 Soldatinnen und Soldaten aus. Kritiker halten diese Aufstockung jedoch für unzureichend und fordern weitere Truppen, um dem, wie sie es beschreiben, wachsenden Bedrohungspotenzial durch Russland entgegenzuwirken.
Der Abzug der US-Truppen soll in den kommenden 6 bis 12 Monaten erfolgen. Gleichzeitig schreitet die Aufrüstung der Bundeswehr voran, während beide Länder weiterhin in breiter angelegte Sicherheitsgespräche innerhalb der NATO eingebunden bleiben.






