AfD in Sachsen-Anhalt: Mitglieder fordern außerordentlichen Parteitag für mehr Transparenz
AfD in Sachsen-Anhalt: Mitglieder fordern außerordentlichen Parteitag für mehr Transparenz
Mitglieder des AfD-Landesverbands Sachsen-Anhalt drängen auf einen außerordentlichen Parteitag. Rund 150 Aktivisten haben einen Antrag unterzeichnet, der offene Diskussionen über jüngste Vorwürfe fordert. Zudem soll ein Ethikausschuss eingerichtet werden, um die Glaubwürdigkeit der politischen Partei wiederherzustellen.
In dem Antrag heißt es, eine vollständige Konferenz sei notwendig, um Fragen der Verantwortung zu klären und den Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund zu schützen. Befürworter sind überzeugt, dass ein solches Treffen interne Konflikte beilegen und die Partei hinter einer klaren Strategie vereinen könnte. Allerdings erfordert die Einberufung eines Parteitags die Unterstützung von mindestens vier Kreisverbänden – eine Zusicherung, die bisher aussteht.
Die Initiative zeigt die wachsende Unzufriedenheit unter den Mitgliedern, die mehr Mitsprache bei Entscheidungen fordern. Viele sehen in einem Ethikausschuss eine Möglichkeit, die Partei vor den Landtagswahlen 2026 zu stabilisieren. Bisher hat jedoch keine offizielle Gruppe oder Initiative öffentlich bestätigt, den Antrag für den Parteitag eingereicht zu haben. Auch zu konkreten Vorwürfen gegen Siegmund oder andere Führungskräfte gab es keine Stellungnahmen.
Der politische Druck auf die AfD in Sachsen-Anhalt steigt mit Blick auf die anstehende Wahl. Der Vorstoß für einen Parteitag spiegelt die tiefen Gräben innerhalb der Partei wider, wobei einige Mitglieder auf mehr Transparenz und Mitgestaltung bei der Zukunft der Partei pochen.
Über das Schicksal des Antrags wird erst entschieden, wenn sich die Kreisverbände äußern. Bei einer Zustimmung könnte der Parteitag strukturelle Veränderungen einleiten, etwa die Einrichtung eines Ethikausschusses. Bis dahin bleibt die Partei von internen Spannungen geprägt, während sie sich auf die bevorstehende Landtagswahl vorbereitet.
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