Lebenslänglich für akribisch geplanten Mord an Ex-Frau in Bad Neuenahr-Ahrweiler
Ehefrau ermordet und Leiche in Beton eingekapselt: Lebenslange Haft in Rheinland-Pfalz - Lebenslänglich für akribisch geplanten Mord an Ex-Frau in Bad Neuenahr-Ahrweiler
Ein 31-jähriger Mann ist wegen des Mordes an seiner getrennten Ehefrau in Bad Neuenahr-Ahrweiler zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Das Gericht bestätigte, dass er sie im Juli vergangenen Jahres in seine Wohnung gelockt, erstochen und ihre Leiche anschließend unter einer Betonschicht in seiner Garage vergraben hatte. Die Richter wiesen die Argumentation der Verteidigung zurück, es habe sich um Totschlag und nicht um vorsätzlichen Mord gehandelt.
Die Tat ereignete sich am 17. Juli in Rheinland-Pfalz. Der Angeklagte hatte bereits Wochen zuvor in der Nähe seiner Garage eine Grube ausgehoben und behauptet, diese diene Reparaturarbeiten. Er sorgte dafür, dass seine neue Partnerin am Tag des Mordes abwesend war.
Das Opfer hatte im Rahmen der Scheidung auf finanzielle Regelungen und Änderungen der Sorgerechtsvereinbarungen gedrängt. Die Staatsanwaltschaft führte diese Konflikte als Motiv für die geplante Tat an. Nach der Messerattacke legte der Täter die Leiche in die vorbereitete Grube und versiegelte sie mit Beton in der Garage.
Das Gericht kam zu dem Schluss, dass die Beweislage der Anklage einen vorsätzlichen Mord belegte. Allerdings lehnte es den Antrag ab, die Tat als "besonders schweres Verschulden" einzustufen. Dadurch kann der Verurteilte nach 15 Jahren erstmals eine Bewährung beantragen, statt eine längere Mindesthaftzeit verbüßen zu müssen.
Das Verfahren endete mit einem Urteil auf lebenslange Haft. Die Tat wurde als akribisch geplant gewertet – von der Vorbereitung der Grube bis zur Beseitigung der Leiche. Ein möglicher vorzeitiger Haftentlassungszeitpunkt hängt von künftigen Bewährungsprüfungen ab.
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