Metall- und Elektroindustrie kämpft um Überleben: 270.000 Jobs seit 2018 gestrichen

Claire Mühle
Claire Mühle
1 Min.
Ein altes Schwarz-Weiß-Foto einer Fabrik mit Arbeitern, die eine Maschine bedienen, umgeben von Metallstangen und -pfählen, mit dem Text "Neue Eisengießerei, die erste Fabrik Deutschlands" unten.Claire Mühle

Arbeitgeberverband Gesamtmetall erwartet Verlust von bis zu 150.000 Jobs bis 2026 - Metall- und Elektroindustrie kämpft um Überleben: 270.000 Jobs seit 2018 gestrichen

Deutschlands Metall- und Elektroindustrie steckt in der schwersten Krise seit Gründung der Bundesrepublik. Die Beschäftigtenzahl im Sektor ist auf unter 3,8 Millionen gesunken – seit 2018 gingen 270.000 Arbeitsplätze verloren. Allein in diesem Jahr werden weitere Kürzungen erwartet.

Oliver Zander, Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall, warnt vor dramatischen Herausforderungen. Die aktuelle Lage sei beispiellos, bis zu 150.000 weitere Jobs könnten 2024 gefährdet sein.

Als Hauptgründe für den Niedergang nannte Zander explodierende Energiekosten, hohe Unternehmenssteuern und belastende Sozialabgaben, die die Wettbewerbsfähigkeit untergraben. Zudem behindere übermäßige Bürokratie die Branche zusätzlich.

Um die Krise zu bewältigen, fordert Zander strukturelle Reformen: Die Rente mit 63 hält er für wirtschaftlich nicht tragbar und plädiert für eine schrittweise Anhebung des Renteneintrittsalters. Zudem schlägt er eine Ausweitung der Wochenarbeitszeit vor, um dem demografischen Wandel entgegenzuwirken und das Wachstum zu stärken.

Seit 2018 hat die Metall- und Elektroindustrie bereits 270.000 Stellen abgebaut. Nun drohen weitere Entlassungen, während Arbeitgeber vor einer Verschärfung der Wirtschaftslage warnen. Die Forderungen nach Reformen konzentrieren sich auf Energiekosten, Arbeitsmarktpolitik und flexible Arbeitszeitmodelle, um den Sektor zu stabilisieren.

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