Apotheken in Deutschland kämpfen um ihre Zukunft gegen Online-Händler und Drogerien
Apotheken in Deutschland kämpfen um ihre Zukunft gegen Online-Händler und Drogerien
Deutschlands Arzneimittelversorgung steht am Scheideweg, warnt die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (Apobank). Ihr Vorstandsvorsitzender, Matthias Schellenberg, betont, dass die anstehenden politischen Entscheidungen darüber bestimmen werden, ob lokale Apotheken weiterhin eine zentrale Rolle im Gesundheitswesen spielen – oder ob sich der Markt durchsetzt. Seine Äußerungen kommen zu einer Zeit, in der Online-Händler und große Drogerieketten die traditionellen Apothekendienste zunehmend unter Druck setzen.
Seit der Einführung des Pharmazie-Versorgungsmodernisierungsgesetzes (PVMG) 2020 sind die Umsätze von Online-Apotheken von rund einer Milliarde Euro auf über 2,5 Milliarden Euro gestiegen. Ihr Marktanteil kletterte von 4 auf 12 Prozent, während große Handelsketten wie dm und Rossmann ihren Anteil von 10 auf 18 Prozent ausbauten. Gleichzeitig sank der Marktanteil klassischer Präsenzapotheken von 86 auf 70 Prozent – basierend auf Daten der ABDA und IQVIA bis zum Jahr 2025.
Schellenberg warnt seit Langem davor, Arzneimittel wie gewöhnliche Konsumgüter zu behandeln. Er lehnt eine reine Marktlogik im Pharmabereich ab und verweist auf die Gefahren, wenn Profitinteressen über die Patientensicherheit gestellt werden. Lokale Apotheken, so sein Argument, bieten unverzichtbare Fachberatung und gewährleisten die Arzneimittelsicherheit – Aufgaben, die automatisierte Online-Dienste nicht übernehmen können.
Der Apobank-Chef verweist zudem auf den wachsenden Wettbewerbsdruck durch ausländische Online-Anbieter und heimische Handelsriesen. Die Landesregierungen hätten zwar viele Sorgen der Branche anerkannt, doch bleibe unklar, welche Forderungen im laufenden Parlamentsreformverfahren berücksichtigt werden. Schellenberg macht deutlich: Werden die Warnungen der Apotheker ignoriert, drohe die Zuverlässigkeit der Arzneimittelberatung und -versorgung im ganzen Land zu leiden.
Die derzeit diskutierte Apothekenreform wird entscheiden, ob lokale Apotheken als unverzichtbare Gesundheitsversorger geschützt oder von kommerziellen Interessen umgestaltet werden. Schellenbergs Mahnungen unterstreichen die möglichen Folgen einer weiteren Schwächung des flächendeckenden Apothekennetzes in Deutschland. Das Ergebnis des politischen Prozesses wird prägen, wie Patientinnen und Patienten in den kommenden Jahren an Medikamente kommen.
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