Neues Apothekengesetz spaltet Branche: Lokale Apotheken kämpfen ums Überleben
Neues Apothekengesetz spaltet Branche: Lokale Apotheken kämpfen ums Überleben
Die Kritik am Apothekenversorgungs-Weiterentwicklungsgesetz (ApoVWG) wird in Apotheken und Bundesländern immer lauter. Bei jüngsten Gesprächen zwischen Vertretern der Länder und Branchenführern standen Befürchtungen über ungleiche Wettbewerbsbedingungen und die wirtschaftliche Belastung lokaler Apotheken im Mittelpunkt. Das inzwischen in Kraft getretene Gesetz verschärft zwar die Vorschriften für Versandapotheken, räumt klassischen Apotheken aber gleichzeitig neue Privilegien ein.
Die Staatssekretärin Dr. Sonja Optendrenk aus dem hessischen Gesundheitsministerium traf sich mit Dr. Michael Kuck, dem Vorstandsvorsitzenden des Pharmagroßhändlers Noweda, im Logistikzentrum des Unternehmens. Im Fokus der Gespräche standen die Herausforderungen, vor denen Apotheken und Großhändler durch die neuen Regelungen stehen. Optendrenk betonte, dass Apotheken weiterhin unverzichtbar für die medizinische Grundversorgung seien – insbesondere in ländlichen Regionen, wo sie oft die erste Anlaufstelle für gesundheitliche Beratung darstellten.
Kuck kritisierte die Ungleichbehandlung und wies darauf hin, dass Versandapotheken und Drogerien weniger strengen Auflagen unterlägen als stationäre Apotheken und Großhändler. Er forderte fairere wirtschaftliche Rahmenbedingungen, darunter eine höhere Festvergütung, um die Existenz lokaler Apotheken zu sichern. Das ApoVWG sieht für Versandhändler strengere Logistik- und Temperaturvorgaben vor, dazu kommen erweiterte Dokumentationspflichten und mögliche Bußgelder. Traditionelle Apotheken profitieren hingegen von ausgeweiteten Impfleistungen, vereinfachten Arzneimittelabgaben und verdoppelten Notdienstpauschalen.
Hessen und andere Bundesländer haben im Bundesrat Teile des Gesetzes abgelehnt. Sie lehnten das Modell einer "Apotheke ohne Apotheker" ab und forderten eine Anpassung der Vergütungsregelungen. Optendrenk unterstrich die Notwendigkeit verlässlicher Finanzierung und erklärte, stabile Apotheken seien essenziell für die Aufrechterhaltung der lokalen Gesundheitsversorgung. Kuck warnte, dass ohne gerechtere Bedingungen das Überleben der Vor-Ort-Apotheken – und damit auch ihrer Dienstleistungen – auf dem Spiel stehe.
Pharma-Großhändler begrüßten zwar die verschärften Kontrollen für Versandlogistik, kritisierten jedoch Ausnahmen wie das Verbot der Lagerung von Betäubungsmitteln in automatisierten Systemen. Beide Seiten waren sich einig, dass Apotheken eine zentrale Rolle bei der Arzneimittelsicherheit und Patientenberatung spielen – ihre wirtschaftliche Stabilität müsse daher Priorität haben.
Das Treffen machte deutlich, dass Nachbesserungen am ApoVWG nötig sind, um faire Wettbewerbsbedingungen und finanzielle Unterstützung für Apotheken zu gewährleisten. Ohne Anpassungen könnte die Gesundheitsversorgung vor Ort – besonders in unterversorgten Gebieten – weiter schwinden. Vertreter aus Politik und Wirtschaft setzen sich weiterhin für Reformen ein, die Regulierung und Wirtschaftlichkeit in Einklang bringen.
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