Ver.di fordert mehr Schutz für Arbeitnehmer nach tödlichem Angriff auf Zugbegleiter
Verdi: Stoppe Gewalt gegen Mitarbeiter - Ver.di fordert mehr Schutz für Arbeitnehmer nach tödlichem Angriff auf Zugbegleiter
Beschäftigte in Krankenhäusern, im Einzelhandel, im öffentlichen Nahverkehr und anderen kundenorientierten Berufen sind zunehmend verbalen Beleidigungen, Drohungen und körperlichen Angriffen ausgesetzt. Das Problem hat ein solches Ausmaß angenommen, dass die Gewerkschaft ver.di nun strengere gesetzliche Schutzmaßnahmen für Arbeitnehmer in zahlreichen Branchen fordert. Den Anstoß für diese Forderung gab ein jüngster tödlicher Angriff auf einen Zugbegleiter, der die Dringlichkeit des Handelns unterstreicht.
Betroffen sind Mitarbeiter in den unterschiedlichsten Bereichen: von Kitas über Rettungsdienste, Jobcenter, Callcenter bis hin zur Gebäudereinigung – überall häufen sich Vorfälle mit aggressivem Verhalten. Ver.di argumentiert, dass Arbeitgeber in der Pflicht stehen, durchsetzbare Sicherheitsvorkehrungen zu treffen und für eine ausreichende Personalausstattung zu sorgen.
Die Bundesregierung hat bereits Schritte unternommen, um Gewalt am Arbeitsplatz einzudämmen. 2017 führte sie das Gewaltschutzgesetz ein, das Angriffe auf Dienstleister mit Haftstrafen von bis zu fünf Jahren ahndet. Das Gesetz sieht zudem Berufsverbote für Wiederholungstäter vor und erweitert die Unterstützung für Opfer von Gewalt und Mobbing. Darüber hinaus wurde ein 100-Millionen-Euro-Bundestopf für Sicherheitsverbesserungen bereitgestellt, etwa für Notfallknöpfe und Schulungen für Beschäftigte.
Auf Landesebene wurden die Sicherheits- und Ordnungsgesetze im Rahmen der Bundesvorgaben verschärft, um die Meldung und Verfolgung von Beleidigungen, Drohungen und Übergriffen zu verbessern. Trotz dieser Maßnahmen hält ver.di weitere Schritte für notwendig. Die Gewerkschaft setzt sich mit Betriebsaktionen, Tarifverhandlungen und politischer Lobbyarbeit dafür ein, die Pflichten der Arbeitgeber zu verschärfen.
Das Ziel von ver.di ist klar: Kein Arbeitnehmer soll um seine Sicherheit am Arbeitsplatz fürchten müssen. Die Forderungen der Gewerkschaft zielen auf rechtlich verbindliche Schutzregelungen, bessere Personalausstattung und konkrete Maßnahmen zur Gewaltprävention ab. Bei Erfolg würden diese Änderungen in Krankenhäusern, im Verkehrswesen, im Handel und anderen Risikobranchen greifen.
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