Illegale Tierkadaver-Entsorgung in Mainz-Bingen: Behörden schlagen Alarm

Claire Mühle
Claire Mühle
2 Min.
Ein Plakat mit Text, der eine Bekanntmachung nach dem Tierseuchengesetz von 1878 ankündigt, bezüglich der Afrikanischen Schweinepest in Wiltshire.Claire Mühle

Illegale Tierkadaver-Entsorgung in Mainz-Bingen: Behörden schlagen Alarm

Behörden im Landkreis Mainz-Bingen warnen vor illegaler Entsorgung von Tierkadavern

In jüngster Zeit häufen sich Fälle, in denen Tierkadaver illegal abgeladen wurden – darunter Überreste von Wildschweinen in Straßengräben und tote Hühner auf Feldern. Die Praxis birgt erhebliche Risiken für die Ausbreitung von Krankheiten und die öffentliche Sicherheit.

In Nierstein und St. Johann wurden Wildschweinkadaver entdeckt, denen offenbar Fleischteile zum Verzehr entnommen worden waren. Ein weiterer Vorfall betraf zehn tote Hühner, die auf einem Feld bei Gau-Algesheim zurückgelassen wurden. Die Behörden vermuten, dass einige dieser Tötungen gegen Tierschutzbestimmungen verstoßen könnten.

Das Kreisveterinäramt warnt nachdrücklich vor den Folgen solcher Handlungen. Unfachmännisch entsorgte Kadaver locken Aasfresser an und erhöhen so das Risiko von Verkehrsunfällen. Zudem steigt die Gefahr, dass sich Krankheiten wie die Afrikanische Schweinepest oder die Vogelgrippe unter Wildtieren und Nutztieren ausbreiten.

Wer Tierkadaver illegal entsorgt, muss mit Bußgeldern in Höhe mehrerer tausend Euro rechnen. Die Kreisverwaltung kündigte an, jeden gemeldeten Fall zu untersuchen und die Entsorgungskosten von den Verantwortlichen einzufordern. Zeugen oder Personen mit Hinweisen werden gebeten, sich unter der Telefonnummer +49 6132 7874102 oder per E-Mail an [email protected] an das Veterinäramt zu wenden.

Offizielle Aufzeichnungen bestätigen keine Fälle von Afrikanischer Schweinepest in der Region Mainz-Bingen im vergangenen Jahr. Die Meldung regionaler Ausbrüche obliegt in der Regel den Landesveterinärbehörden und wird nicht in öffentlichen Datenbanken erfasst.

Der Landkreis geht mit harter Hand gegen die illegale Entsorgung von Tierkadavern vor. Verstöße werden geahndet, und die Verantwortlichen müssen mit den Kosten für die Beseitigung rechnen. Die Bevölkerung wird aufgefordert, verdächtige Aktivitäten zu melden, um weitere Vorfälle zu verhindern.

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